Orange ist nicht allein / Premiere am 30.1.26:

Mit dem Tanztheaterstück »Orange ist nicht allein« realisiert die Bremer Tänzerin
und Schauspielerin Neele Buchholz ihre erste eigene Bühnenproduktion mit einem inklusiven, achtköpfigen Ensemble in der Schwankhalle.

Neele Buchholz steht seit vielen Jahren auf Bühnen. Die 33-jährige Bremer Tänzerin und Schauspielerin mit Down-Syndrom startete ihre Karriere 2013 bei tanzbar_bremen, es folgten zahlreiche TV-Auftritte (u.a. »Eldorado KaDeWe«) und Bühnenstücke (zuletzt »T4. Ophelias Garten«, Regie David Stöhr). Nun geht sie den nächsten Schritt und verwirklicht eine eigene künstlerische Idee. Für ihr Stück »Orange ist nicht allein« hat sich Neele Buchholz ihren langjährigen Kollegen und Mentor Tomas Bünger als Choreografen ins Boot geholt. »Tom ist mein Mentor und wir kennen uns schon lange. Wir sind ein entspanntes Team«, so Buchholz.

Im Rahmen des pik Mentoring-Programms für Disabled Leadership der Kulturstiftung des Bundes haben Buchholz (Mentee) und Bünger (Mentor) bereits 2024 gemeinsam erarbeitet, wie Buchholz selbst Verantwortung für eine Produktion übernehmen, künstlerische Regeln mitbestimmen und Arbeitsbedingungen schaffen kann, die ihrer Perspektive entsprechen. »In unserer Zusammenarbeit probieren Neele und ich immer wieder neue Arbeitsweisen aus. Diesmal hat Neele entschieden, dass sie eine Gruppe zusammenstellen und die Themen des Stückes setzen möchte. Die Choreografie wurde dann meine Aufgabe, während Neele als Tänzerin auf der Bühne steht« erklärt Tomas Bünger.

Das Stück feiert Freundschaft und Freude, verhandelt aber auch Herausforderungen, Trauer und Ängste. Auf der Bühne zeigen die Tänzerinnen, was es heißt, einander zuzuhören und füreinander da zu sein. »Orange ist nicht allein« hat am Fr 30.01.2026 Premiere in der Schwankhalle. Für die insgesamt drei Aufführungen sollen gezielte Maßnahmen auch für das Publikum Barrieren abbauen und Zugänge schaffen. Nach der Aufführung am Sa 31.01. lädt das Ensemble zum Publikumsgespräch in einfacher Sprache ein. Am So 1.2. sind eine Audiodeskription für blinde und sehbehinderte Besucherinnen sowie eine Tastführung geplant.

Inklusion bedeutet Selbstbestimmung und Zusammenarbeit auf Augenhöhe – da sind sich Buchholz und ihr Team einig. Acht professionelle Tänzer*innen mit und ohne Behinderung bringen ihre individuellen Perspektiven ein und erzählen auf der Bühne ihre eigenen Geschichten – tanzend, singend und in verschiedenen gesprochenen Sprachen. Es geht um Begegnungen, Beziehungen und unterschiedliche Lebenswelten. Farben werden dabei zu einem Bild für die Schönheit der Unterschiedlichkeit: »Blau wie Freundschaft, Rosa wie weich und Kaugummi, Grün wie Sehnsucht, Gelb wie Fenster auf, Lila wie Tuschkasten, Schwarz wie die Nacht und Orange wie Zugehörigkeit« heißt es in dem Ankündigungstext.

Audioflyer von der Schwankhalle

Aufführungstermine 2026

  • Fr, 30.01.2026: Premiere des Stücks.
  • Sa, 31.01.2026: Aufführung mit anschließendem Publikumsgespräch in einfacher Sprache.
  • So, 01.02.2026: Aufführung inklusive Audiodeskription für blinde und sehbehinderte Besucher*innen sowie einer Tastführung.

Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, vom Senator für Kultur Bremen, der Waldemar Koch Stiftung und der Sparkasse Bremen. Koproduktion: Schwankhalle Bremen

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